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von Charly's Ranch e.V.

In liebevoller Erinnerung

An dieser Stelle möchten wir unserer verstorbenen Mitbewohnerinnen und Mitbewohner gedenken. Danke, dass wir euch ein Stück eures Weges begleiten durften. Die Erinnerungen an euch werden wir für immer in unseren Herzen tragen. Warum es so viele bereits verstorbene Tiere gibt? Häufig nehmen wir alte und/oder kranke Tiere bei uns auf. Einigen von ihnen ist dann leider nur noch eine kurze Zeit bei uns vergönnt.

Als erstes möchten wir hier die Geschichte von Charly erzählen. Er ist schließlich der Namensgeber unserer Ranch.

Myriam entdeckte Charly im April 2014. Auf dem Weg zur Arbeit fuhr sie immer an einer Wiese vorbei, auf der ein kleines einsames weißes Pony stand. Sie erkannte gleich den schlechten Zustand des Ponys (s. Foto 1 und 2), fasste sich ein Herz und klingelte mit einem Bund Möhren in der Hand bei den Besitzern. Schnell fand sie heraus, dass die Besitzer, ein älteres Ehepaar, Charly nichts Böses wollten, sie waren einfach nicht in der Lage, ihn vernünftig zu versorgen. Bereitwillig zeigten sie Myriam, wie Charly lebte. Angesichts des katastrophalen Zustands, in dem sich das Pony und auch sein Stall befanden, nahm Myriam sich vor, alles dafür zu tun, um Charlys Leben zu retten.

Sie brauchte drei Tage, um seinen Stall auszumisten, in dem der alte Mist schon zu Erde geworden war. Charly hatte wohl schon seit vielen Monaten seinen Stall nicht mehr betreten und stand bei Wind und Wetter draußen. Nachdem Charlys Häuschen hergerichtet war, sah Myriam bei ihren täglichen Besuchen, dass das Pony sein Heim wieder nutzte. Es dauerte übrigens etliche Wochen, bis Charly Vertrauen zu Myriam fasste. Irgendwann näherte er sich ihr ganz skeptisch und untersuchte sie. Danach war das Eis gebrochen und die beiden waren unzertrennlich. Jedes Mal, wenn er sie hörte, wieherte er.

Im August 2014 konnte Myriam die Besitzer endlich davon überzeugen, dass Charly bei ihr besser aufgehoben sei. An einem verregneten Sonntagabend versuchten wir in einer zweistündigen Aktion Charly auf einen Anhänger zu bekommen. Doch wie soll man ein über 30-jähriges Pony überreden in einen fremden Anhänger zu steigen? Er wusste ja nicht, dass es ins Paradies geht. Unter den kritischen Augen des Ehepaares redeten wir mit Engelszungen auf ihn ein... Dann endlich – nach einem beherzten Klatscher auf den Hintern – sprang er in den Anhänger. Auf der Ranch angekommen, die wir später nach ihm benennen würden, wälzte er sich sofort im Sand und man merkte, dass er sich gleich wohlfühlte. Munter mümmelte er seine aufgeweichten Heucobs und begutachtete seinen neuen Kumpel Benny. Beide waren sofort ein Herz und eine Seele.

Als Myriam Charly fand, litt er an einer schweren Hufrehe mit Hufbeinrotation und -senkung. Hinzu kam eine Entzündung des Zahnhalteapparates sowie des Zahnfleisches, verursacht durch die Krankheit EOTRH (Equine odontoclastic tooth resorption and hypercementosis). Als Reaktion auf diese beginnt sich die Zahnhartsubstanz aufzulösen. Der Körper versucht durch die Bildung von Zement an den Zahnwurzeln gegenzusteuern. Das führt zu Wucherungen, der Rückbildung des Zahnfleisches und natürlich zu schlimmen Schmerzen. Charly konnte nichts mehr essen und war deshalb völlig abgemagert, als er zu uns kam.

Wir ließen ihn sofort in der Tierklinik in Telgte operieren, wobei ihm alle Zähne gezogen wurden. Die Tierärztin hatte zuvor gefragt, ob wir sicher seien, dieses Pony noch behandeln zu lassen, da die Kosten für OP und Nachbehandlung seinen Wert weit übersteigen würden. Natürlich waren wir uns sicher! Wir wollten, dass Charly im Alter noch einmal Glück und Zufriedenheit erfuhr. Er wurde noch am gleichen Tag operiert, konnte am Abend bereits wieder aufgeweichte Heucobs mümmeln und nach einwöchigem Klinikaufenthalt zu uns zurückkehren. Danach lebte Charly noch zwei glückliche Jahre auf unserer Ranch (s. Foto l.).

Viel zu jung verließ der liebe Georg am 20. Mai 2020 diese Welt. Er war an Chlamydien erkrankt und hat es trotz Medikamentengabe leider nicht geschafft.... Er starb in Kristinas Armen... 

Die Chlamydien wurden vermutlich von Flugenten übertragen. Regelmäßig landen einige auf unserer Streuobstwiese, futtern gemeinsam mit den Hühnern und nutzen auch den kleinen Tümpel und die Wassertränken zusammen.

Georg erblickte das Licht der Welt auf Charly's Ranch, als eine Henne unbemerkt ein Ei ausbrütete. Im Frühling 2017 lief plötzlich – für uns absolut überraschend – ein Küken mit über den Hof. Das Beste: Gleich zwei Hennen kümmerten sich um das Kleine.

Später erkannten wir, dass keine von beiden als biologische Mutter in Frage kommt. Denn beide waren braun, während das Küken, als es zu einem stolzen Hahn heranwuchs, ein schwarz-weiß gepunktetes Federkleid bekam. Es gab nur zwei Hennen, die aufgrund ihrer Farbe als Mütter in Frage kamen – beide waren an der Aufzucht indes nicht interessiert...

Wir nannten den kleinen Hahn Georg. Als Jugendlicher wurde er zunächst von seinem Vater Heinrich vertrieben, der schon seine Felle wegschwimmen sah. Wir fanden Georg beim Nachbarn wieder, wo er versuchte, ein paar Hennen für sich zu gewinnen. Dem Nachbarn war das gar nicht recht, also holten wir den Junghahn zurück.

Später kam es zu einem Hahnenkampf, aus dem Georg als Sieger hervorging. Danach kamen die beiden Hähne bis zu Heinrichs Tod im Februar 2020 ganz gedeihlich miteinander aus und gingen sich meist aus dem Weg. Georg, wir vermissen dich so!

Mit ihren fünf Töchtern lebte Daggi seit Ende März 2019 auf Charly's Ranch und fühlte sich entenwohl. Am liebsten badete sie im Teich oder ruhte unter dem Sonnenschirm. Daggis absolutes Lieblingsessen war Wassermelone. Wenn es die gab, schimpft sie alle anderen in Grund und Boden, die sich an der Wassermelone zu schaffen machen, und klaute sie ihnen im Notfall sogar aus dem Schnabel. Mit der Angewohnheit hat sie uns oft zum Lachen gebracht!

Unfassbar für uns alle war Daggis völlig überraschender Tod am 25. April 2020. Wir fanden sie leblos am Teichufer, sie hatte vorher keinerlei Krankheitsanzeichen. Daggi wurde nur drei Jahre alt, was uns sehr traurig macht. Du Liebe, wir vermissen dich sehr!

Unser lieber Freddy starb im hohen Alter von 17 Jahren in der Nacht vom 28. auf den 29. März 2020. Er ging ganz friedlich von dieser Welt: Am Samstag lag er noch zufrieden dösend in der Sonne und ging abends so wie immer in sein Haus und kuschelte sich in sein Strohbett. Als wir am nächsten Morgen nach ihm sahen, war er verstorben. Freddy, wir vermissen dich!

Freddy kam, wie seine ein gutes halbes Jahr zuvor verstorbene Schwester Lilly, von einem Reiterhof bei Hannover, wo er nur zur Bespaßung der Kinder angeschafft worden war. Als die Besitzer ihn loswerden wollten, holten wir beide kurzerhand zu uns. Freddy war immer das agilere der beiden Schweine und war daher auch als Rentner noch relativ fit und gesund und machte viele Spaziergänge im Garten.

Als Lilly im August 2019 verstarb, ging es Freddy gar nicht gut. Er vermisste sie sehr und suchte sie überall. Ihn so leiden zu sehen, tat uns in den Herzen weh. Daher gingen wir besonders häufig zu ihm, um ihn mit ein paar Streicheleinheiten oder einem besonderen Leckerli etwas aufzumuntern und abzulenken. Etwa einen Monat nach Lillys Tod zogen zwei weitere Minischweine auf den Hof: Wir nannten sie Stan und Olli. Und unsere Rechnung ging auf: Freddy freundete sich schnell mit den beiden Jungs an. Er zog häufig mit Stan über die Wiese. Und so war auch der liebe Stan sehr unglücklich, als Freddy starb.

Untröstlich waren wir, als wir unseren lieben Heinrich am 24. Februar 2020 beerdigen mussten. Er starb völlig überraschend und viel zu früh. Heinrich kam 2016 zu uns. Er stammte aus der Naturbrut eines Landwirts aus unserer Region. Dort werden die Küken von ihren Müttern ausgebrütet, die kleinen Hähne dürfen alle immerhin ein halbes Jahr alt werden, statt direkt am 1. Tag ihres Lebens getötet zu werden.

Eigentlich werden Hähne je nach Rasse acht bis zwölf Jahre alt. Was ist da schon ein halbes Jahr? Unser Heinrich wäre wohl als Brathähnchen geendet... Stattdessen lebte er auf Charly's Ranch ein wunderschönes Leben mit seinen Damen. Doch leider nur knapp vier Jahre lang.

Heinrich kam zu uns, weil unser alter Hahn Karl ein halbes Jahr zuvor gestorben war und wir daher den jungen Hahn problemlos aufnehmen konnten. Ein gutes Jahr lang lebte Heinrich sprichwörtlich wie Gott in Frankreich – als Hahn im Korb, unbeschwert und glücklich. Bis eine seiner Hennen im Frühling 2017, auch für uns überraschend, ein Küken ausbrütete... Heinrichs Sohn Georg. Nach einigen Kämpfen arrangierten sich die beiden Hähne und gingen sich erfolgreich aus dem Weg. 

Heinrich, wir hätten dich so schrecklich gerne noch einige Jahre an unserer Seite gehabt! Machs gut, Großer!

Unsere liebe Lieselotte ging am 26. Januar über die Regenbogenbrücke. Lieselotte war eine überaus freundliche Gänsedame, die wir nie vergessen werden. Sie beäugte alle Dinge sehr genau und war dabei nie aufdringlich. Sie ließ sich streicheln, biss und zwickte nicht, wie manche Gänse das gern tun, und wenn es Ärger gab, ging sie diesem aus dem Weg.

Bereits im April 2019 starb Lieselottes über alles geliebter Partner Lothar. Tagelang rief und suchte sie nach ihm. Sie vermisste ihn sehr; kein Wunder, die beiden verbrachten ihr Leben und fast ihre komplette Zeit miteinander. Oft konnten wir die beiden beobachten, wie sie gemeinsam auf dem Teich schwammen.

Daher hatte es Kanadagans Toni sehr schwer, als wir ihn als neuen Freund für Lieselotte zu uns holten. Lieselotte war skeptisch und wollte ihn überhaupt nicht in ihrer Nähe haben. Nach einiger Zeit aber hatte Lieselotte Toni akzeptiert und von da an machten sie viel gemeinsam. Wie gut, dass Martina dazukam, bevor Lieselotte starb. So blieb Toni nicht allein zurück.

Du fehlst uns, Liese! 

Unsere liebe Nelly (vorne, mit der ebenfalls verstorbenen Gretje) ist Anfang November 2019 verstorben. Sie hatte einen Tumor im Bereich des Legedarms und verstarb kurz nach Operation. Wir vermissen unsere kleine Dramaqueen sehr. Wenn Nelly etwas nicht passte, fing sie lautstark an zu protestieren. Früher schimpfte sie mit Gänserich Lothar, weil er sich so auf den Salat gelegt hatte, dass dieser für sie unerreichbar war. Nach Lothars Tod war es meist Gänsedame Lieselotte, die ihr am Wassereimer den Weg versperrte. Nelly quakte alle aus.

Mit den anderen Laufenten verstand Nelly sich aber prima. Vor allem mit Frau Antje bildete sie ein eingespieltes Team. Aber auch unseren lieben Bobo hatte sie in ihr Herz geschlossen. Daggi und ihre Töchter wurden anfangs zwar argwöhnisch beäugt, doch nach einiger Zeit verstanden sich alle sehr gut. 

Nelly, wir werden dich nie vergessen!

Unsere liebe Lotta starb Ende Oktober 2019 völlig überraschend und viel zu jung: Sie war erst rund sechs Jahre alt. Ihr früher Tod macht uns unglaublich traurig. Bis zum Tag ihres Todes ging es ihr gut, wir fanden sie leblos auf dem Hof. Ob sie vergiftet wurde? Eine Krankheit können wir fast ausschließen, da sie gesund aussah, zufrieden wirkte, jeden Tag mit Begeisterung draußen herumstreunte und abends mit uns auf dem Sofa lag.

Unsere Lotta war nämlich eine ganz verschmuste, liebe Katze. Sie ließ sich unheimlich gerne streicheln und konnte nie genug von diesen Momenten bekommen. Sobald sich jemand von uns auf dem Sofa niederließ, war sie da und sagte: „Los, streichel mich. Bittteee!!!“ Lotta schnurrte dann laut und wohlig und drückte sich begeistert an uns. Das war nicht immer so. Anfangs war sie extrem schüchtern und versteckte sich, sobald sie einen Menschen sah oder hörte. Es dauert etwas, ihr Vertrauen zu erlangen.

Lotta kam 2013 als Findelkind zu uns. Birgit, eine Unterstützerin von Charly's Ranch, hatte sie in der Nähe einer Straße gefunden und erkannt, dass es sich um ein Katzenkind handelte. Von der Mutter war weit und breit keine Spur. Also kam die kleine Lotta zu uns.

Liebe Lotta, wir sind sehr traurig darüber, dass du nicht mehr Zeit auf dieser Welt und mit uns hattest. Wir werden dich nie vergessen.

Lilly starb in den frühen Morgenstunden des 15. August 2019. Obwohl wir damit rechnen mussten, weil Lillly schon längere Zeit sehr schwach war und viel schlief, sind wir unendlich traurig. So viele Jahre hat Lilly mit uns verbracht, dass wir uns ein Leben ohne die kleine Schweinedame nur schwer vorstellen können. 

Lilly kam wie ihr Bruder Freddy von einem Reiterhof bei Hannover, wo sie nur zur Bespaßung der Kinder angeschafft worden war. Als die Besitzer sie loswerden wollten und in den sozialen Medien damit drohten, sie zum Schlachter zu bringen, holten wir beide kurzerhand zu uns. Das war 2012.

Lilly litt unter einigen gesundheitlichen Einschränkungen. Da sie in ihrem ersten Leben nie einem Tierarzt vorgestellt worden war, war nicht aufgefallen, dass sie stets zu lange Klauen hatte. Das hinderte sie über Jahre am normalen Auftreten und Herumlaufen, was dazu führte, dass sie ständig die Bänder ihrer Sprunggelenke überdehnte. Je älter sie wurde, desto schwerer fiel ihr das Gehen. Meist lag sie daher gemütlich im Stroh ihres Hauses, hielt ein Schwätzchen mit Freddy oder den Hühnern und genoss ihr Dasein. 

Wir werden dich nie vergessen, Lilly!

Gegen Mittag des 18. April 2019 verstarb unsere liebe Merle. Sie war nicht mehr ganz jung, das wussten wir. Sie hatte zudem einige körperliche Einschränkungen wie Arthrose. Doch ihr Tod kam für uns völlig überraschend. In dem einen Moment sahen wir sie noch mit ihrem Sohn Horny über die Wiese laufen, und eine halbe Stunde später fanden wir sie. So schrecklich dies für uns ist, tröstet es uns doch ein wenig, dass sie ganz friedlich auf ihrer Wiese mit ihrem Sohn an ihrer Seite eingeschlafen ist.

Merle wurde wie auch Otto und Gustav zur Zucht in einem Berliner Tierversuchslabor verwendet. Als wir im April 2017 nach Berlin fuhren, wussten wir noch nicht, dass wir auch sie am Ende des Tages mitnehmen würden. Doch Merle stand mit ihrem damals noch kleinen, namenlosen Sohn so verloren in der Ecke herum, dass wir nicht anders konnten, als die zwei ebenfalls zu retten. So hatte Merle das unglaubliche und seltene Glück, ihr letztes Kind, das wir auf den Namen Einhorn tauften, an ihrer Seite zu haben und es aufwachsen zu sehen. 

Menschen gegenüber war Merle sehr scheu, doch bei den Schafen war sie die heimliche Chefin, die sagte, wo es langgeht. Sie war perfekt darin, neue Futterstellen zu finden, sodass die anderen – auch Gustav, der sonst gern Chef spielt – ihr nur allzu gern überall hin folgten. Merle, du bist für immer in unseren Herzen!

Arabella, unsere hübsche Maus mit dem schwarz-weiß gefleckten Gesicht, starb ganz plötzlich und viel zu früh am 3. Mai 2019 kurz vor ihrem 7. Geburtstag. Das Drama begann am 1. Mai: Zunächst war es ein Tag wie jeder andere, Arabella ging es gut. Doch plötzlich musste sie sich erbrechen und wirkte sehr verwirrt auf uns. So schnell wir konnten, fuhren wir mit ihr zum Tierarzt. Dort wurde ein akutes Nierenversagen diagnostiziert. Trotz stationärer intensivmedizinischer Betreuung wurde sie nicht mehr stabil und ging kurze Zeit darauf von uns. Wir sind untröstlich und werden Arabella immer in unseren Herzen tragen.

Arabella wurde uns 2015 aus Ahlen vermittelt, weil die Besitzer sie loswerden wollten. Sie kam mit ihren drei Kitten zu uns, die wir später, als sie groß genug waren, weitervermittelt haben. Arabella war anfangs sehr scheu und ließ sich nicht anfassen. Vorallem vor Männern schien sie richtig Angst zu haben. Wir vermuten, dass sie in diese Richtung sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben muss. Irgendwann war Kristinas Schwester zu Besuch und plötzlich und ohne Vorwarnung sprang Arabella auf ihren Schoß. Das Eis war gebrochen! Seit diesem für uns denkwürdigen Tag ließ sie sich sehr gerne streicheln. 

Am 17. April 2019 mussten wir Abschied von Lothar nehmen. In den Monaten zuvor waren wir ständig bei der Tierärztin, da ihm ein Fuß große Probleme bereitete. Das Gelenk war zerstört, er benötigte dauerhaft Schmerzmittel. Irgendwann waren seine Schmerzen selbst unter der Medikation zu groß, sodass wir ihn mit sehr schweren Herzen gehenlassen mussten. Mach's gut, Lothar! Wo immer du jetzt auch bist.

Lothar war ein Charakter für sich. Ständig beobachtete er mit wachsamem Auge die Gegend. Drohte vielleicht Gefahr? Dies tat er, um seine geliebte Lieselotte zu beschützen. Die ersten Tage nach seinem Tod war Lieselotte ganz aufgelöst und suchte überall nach ihm. Inzwischen geht es ihr wieder besser.

Lothar kam im April 2017 mit Lotte und den drei Laufenten Frau Antje, Nelly und Gretje auf Charly's Ranch. Immerhin konnte er bei uns noch zwei Jahre lang einen schönen Lebensabend zusammen mit seiner Lotte verbringen.

Gretje kam im April 2017 zusammen mit Frau Antje, Nelly, Lothar und Lieselotte auf den Hof. Sie war die Älteste der kleinen Gruppe. Mit fast zehn Jahren war Gretje blind und hatte arthrotische Veränderungen in den Beinen. Am liebsten lag sie am kleinen Pool und ließ sich die Sonne auf die Federn scheinen.

Gretje musste immer extra gefüttert werden, denn die anderen schubsten sie gerne vom Futtertrog weg. Genüsslich aß sie ihr Frühstück oder Abendbrot aus einem kleinen Becherchen. Sie liebte es, wenn es zwischendurch gekochte Nudeln oder Kartoffeln gab. Wenn die anderen Laufis sich noch nicht trauten, forderte sie schon ihre Portion ein.

Am 2. Oktober 2018 passierte dann dieses tragische Unglück. Vermutlich wurde Gretje von einem Greifvogel attackiert. Ihre Verletzungen ließen darauf schließen. Auf dem Weg zum Tierarzt starb sie in Myriams Armen. Für Myriam war dies unfassbar. Sie hatte mit allem gerechnet - dass Gretje eines Tages tot in ihrem Haus liegen würde oder dass sie aufgrund ihres Alters und ihrer Beschwerden irgendwann würde erlöst werden müssen.

Doch dass sie von einem Greifvogel getötet werden würde? Niemals! Laufenten gehören eigentlich nicht zur Beute eines Sperbers oder ähnlichen Vogels. Wir gehen davon aus, dass Gretje als bereits verstorben angesehen wurde, denn sie ruhte viel. Erst als der Greif landete und sie attackierte, bemerkte er, dass sie noch lebte...  Ruhe sanft, liebe Gretje! 

Wir wissen nicht, was Aurelius zugestoßen ist, ob er gestorben ist oder doch noch lebt... Es war der 13. September 2018, als er abends pünktlich zum Abendessen kam, aber am nächsten Morgen nicht mehr zum Frühstück. Das passt so überhaupt nicht zu ihm, da er ein guter Esser ist und nie eine Mahlzeit auslässt.

Auri lebte seit 13 Jahren bei Kristina. Er kam als kleine Katze mit seiner Schwester Maja, als eine Familie, die Nachwuchs bekam, die beiden loswerden wollte. Auri ist ein ganz lieber und harmoniebedürftiger Kater - Streit zwischen den anderen Katzen hat er regelmäßig geschlichtet.

Auri liebte die Freiheit und war gern unterwegs, kam aber doch normalerweise zu den Essenszeiten immer nach Hause. Oft lag er auf dem Weg zu Charly's Ranch und wartete auf unsere Rückkehr. Wenn ihm nach Kuscheln war, kroch er häufig unter unsere Bettdecke und schnurrte laut. 

Wir hoffen so sehr, dass er doch noch heimkehrt... Diese Ungewissheit ist das Schlimmste...

Für uns ist es immer noch sehr schwer zu begreifen, dass unser geliebter Fury nicht mehr bei uns ist. Am 1. August 2018 ging er über die Regenbogenbrücke, doch es vergeht kein Tag, an dem wir nicht an ihn denken. Fury war ein ganz liebes Pony, sehr schmusebedürftig, anhänglich und liebevoll. In unseren Herzen wird er für immer weiterleben.

Furys wurde 26 Jahre alt. Sein Weg war am Ende sehr mühsam und schmerzhaft geworden. Eine schwere Hufrehe und zudem Arthrose machten ihm zuletzt große Beschwerden und ließen das Leben für ihn zu einer Qual werden. So mussten wir ihn mit sehr schweren und traurigen Herzen erlösen.

Die letzten 11 Monate seines Lebens hat Fury mit Luise verbracht. Zwischen den beiden war es Liebe auf den ersten Blick, als Luise im September 2017 bei uns einzog. Gestritten haben sie manches Mal ums Futter, aber meist haben sie miteinander gekuschelt. Besonders, wenn es kalt, regnerisch oder windig war, standen oder lagen sie eng beieinander und beknabberten sich liebevoll.

Fury hat die letzten zwei Jahre seines Lebens auf Charly's Ranch verbracht. Wir sind froh und dankbar, dass wir Fury kennenlernen und ein Stück seines Weges mit ihm gehen durften.

Luise, Maya und Mucki konnten friedlich Abschied von Fury nehmen.

Anneliese ist im Februar 2018 im Alter von 15 Jahren von uns gegangen. Sie hatte das große Glück, den Großteil ihres Lebens bei Myriam verbringen zu dürfen. Sie kam bereits 2005 zu ihr. Damals war Anneliese erst zwei Jahre alt und hatte doch schon so viele schlechte Erfahrungen gemacht. Sie hatte bereits zweimal Welpen bekommen, die man ihr dann weggenommen hatte. Zudem lebte sie in einer viel zu kleinen Wohnung und musste ihr Geschäft auf einem kleinen roten Teppich erledigen.

Als sie zu uns kam, wusste sie nicht, was eine grüne Wiese ist. Sie stand auf dem Gras und bewegte sich nicht. Insgesamt war sie in einem erbarmungswürdigen Zustand, hatte keine Haare auf dem Kopf, war voller Milben, und ihr Gesäuge war schon ganz vernarbt. Myriam hatte dem so genannten Besitzer den Hund abgeschwatzt, als sie feststellte, wie schlecht es ihm ging. "Gib mir 20 Euro fürs Futter", war der Kommentar dieses Menschen, was nochmals deutlich zeigte, wie wenig ihm an Anneliese lag. Die folgenden 13 Jahre ging Anneliese immer genau dorthin, wohin auch Myriam ging. Die beiden waren unzertrennlich.

Anneliese war die Chefin von Colonel und Nala. Nicht schlecht, wenn man sich vorstellt, wie ein kleiner kurzhaariger Glatthaardackel vor einem Dobermann und einem Kangal steht und ihnen die Meinung bellt ;) Natürlich waren die drei aber auch eng befreundet. Oft lagen sie zusammen im Körbchen und kuschelten. Nach Annelieses Tod haben Colonel und Nala noch tagelang nach ihr gesucht, schauten im Körbchen nach und auf dem Sofa. Doch da war ja niemand mehr. Anneliese, wir vermissen dich so!